Wanderruderfahrt 2026 nach Lübeck
Die jährliche Wanderfahrt für Mitglieder des RV Hoya ging in diesem Jahr vom 2.–5. Juli nach Lübeck. Nach dem Anreisetag trafen wir uns am 3. Juli morgens bei der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V., um die reservierten Boote zu übernehmen. Dafür noch einmal ein dickes „Dankeschön!“ an Karsten und Jens. Die Teilnehmerzahl war bei der Anreise mit acht Teilnehmenden etwas reduziert, sodass zwei gesteuerte Gig-Boote genau passend waren, um die 69 Kilometer zu bewältigen.
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(KI-Symbolbild)
Ruderstart auf der Trave in Lübeck:
Am ersten Rudertag stand die Erkundung Lübecks von der Trave aus im Vordergrund. Der 124 Kilometer lange Fluss entspringt südlich von Eutin und mündet bei Travemünde in die Ostsee. Im letzten Abschnitt trifft die Trave südlich von Lübeck auf den Elbe-Lübeck-Kanal. Im Gebiet der Stadt teilt sich der Fluss in drei Arme, die die Altstadt umfließen und sich am nördlichen Burgtor wieder vereinen. Herrlich war der Blick vom Boot aus auf die mittelalterliche Altstadt.
Am zweiten Rudertag ging es auf die Wakenitz. Dafür mussten die Boote mit Karren über einen Damm hinter dem Bootshaus in den Stichkanal geschoben werden. Nach dem Einsetzen ging es unter einer engen Brücke hindurch an den schönen Gartengrundstücken der Bürgerhäuser entlang bis zur Wakenitz, dem „Amazonas des Nordens“. Diesem herrlich eingegrünten Gewässer, auf dem das Fahren mit Motorbooten untersagt ist, folgten wir etwa 13 Kilometer bis zur Einmündung in den Ratzeburger See und stärkten uns dort im Fährhaus Rothenhusen.
Das Wetter hatte bis auf wenige Regentropfen gut mitgespielt. Wir wollten die Ruhe und die unberührte Natur des Naturschutzgebietes auf dem Rückweg genießen. Allerdings erwartete uns auf dem Rückweg ein aufgebrachter Höckerschwan, der durch unsere Annäherung seinen Nachwuchs in Gefahr sah und uns mit wütenden Flügelschlägen angriff und verfolgte. Wir wollten der nicht ganz ungefährlichen Situation schnell entkommen und zogen kräftig durch. Später warnten wir noch andere Wassersportler vor dem aufgebrachten Familienvater.
Am Sonntag ruderten wir zunächst in den Norden der Altstadt zum Klughafen, wo wir einige Kilometer der Untertrave folgten. Dann ging es westlich in die Schwartau, die sehr stark verlandet und für größere Ruderboote kaum zu passieren war. Nach einigen glücklichen Manövern um umgestürzte Bäume herum und durch enge Durchfahrten hindurch gelangten wir nach abenteuerlichen drei Kilometern zum Kurpark Bad Schwartau, wo wir von den Kurgästen mit einem erstaunten „Hallo!“ begrüßt wurden.
Nach einer Rast ging die Rückreise etwas schneller, da nun bekannt war, mit welchen Kommandos und Manövern die natürlichen Hindernisse auf dieser wunderschönen Strecke zu umfahren waren.